8. bis 11. Juni 2003

Nach einem völlig stressigen Freitag (6Juni), an dem diverse Sachen nicht so klappten wie sie sollten, kam ich irgendwann gegen 22.00 Uhr mit Pferdeanhänger nach Hause. Wie immer setzte ich mich noch an den PC. Während des Chats mit VG und Val beschlossen wir gegen 23 Uhr unser Treffen um einen Tag zu verschieben, worüber ich aus schlaftechnischen Gründen nicht so ganz traurig war. Nachdem ich den Samstag dann gemütlich verbracht habe und wie immer nicht vor 2.30 zu Bett kam, war es richtig grausam als mein Wecker mich gegen 5 Uhr weckte. (solche Teile gehören verboten). Naja was sollte es, aufstehen, die letzten Sachen zusammenpacken noch schnell den Rechner vorm Gehen anmachen um Bescheid zugeben das ich sozusagen von nun an unterwegs bin. Dann ging es ab zu Mutters, da ich da den Anhänger untergebracht hatte, schnell angekuppelt und los ab Richtung Leipzig.
Gegen 15 Uhr, kam ich dann doch tatsächlich fast Pünktlich (entgegen meiner normalen Gewohnheit) und mit nur einem klitzekleinen Umweg (auch verfahren genannt) bei VG an.

Nach freudiger Begrüßung von VG ,Val und VGs Familie verzogen wir uns dann gleich in die so genannte Gruft. Dreimal dürft ihr raten worauf wir uns alle stürzten *g*. Klar, natürlich, der PC. Es kam wie es kommen musste, ein gewisser Trailer musste wirklich Überstunden schieben. Zwischendurch gab es dann noch Abendbrot von dem wir wegen eines aufziehenden Unwetters, das glücklicherweise doch nicht so schlimm wurde, von der Dachterrasse vertrieben wurden. Wieder in der Gruft machten wir es uns mit zwei Fläschchen roten Gebräu gemütlich, sahen Trailer an, durchforsteten diverse Foren und diskutierten bis in die frühen Morgenstunden bevor wir uns dann gegen 5 Uhr ins Bett begaben um gegen 8 zum Frühstück geweckt zu werden. (wie grausam). Nach dem Frühstück mussten Val und ich uns dann langsam Startklar machen um das nächste Etappenziel zu erreichen. Traurig verabschiedeten wir uns von VG und ihrer Familie (nochmals recht vielen Dank für die nette Aufnahme und Verpflegung) und brachen nach Chemniz auf. Schon während dieser kurzen Strecke fing ich an Fan von Nightwish zu werden. (Ich glaube bald ist der ganze Clan infiziert).

Bei Vals Zuhause angekommen haben wir uns erst mal beim Chinesen gestärkt, bevor wir in ihre Wohnung gingen. Während Val schnell alle wichtigen Sachen erledigt hat (Tiere versorgen, Klamotten packen, habe ich es mir mal wieder an ihren PC gemütlich gemacht und schnell noch ein bisschen gechattet und in den Foren rumgestöbert. (Kann es sein das ich PC-süchtig bin? *g* liegt aber wohl in der Clanfamilie) Weiter ging es anschließend zu Dart (fuchsfarben und 1.75m Stockmaß). Nach langem Zögern des Tieres, auf den Anhänger zu gehen (ca 4 Std) konnten wir uns endlich auf die Reise zu Darts Sommerquartier machen.

Wir fuhren gemütlich in den Sonneuntergang. Das Pferd hinten stand eigentlich ganz ruhig und ich bemühte mich anständig zu fahren und nicht zu schnell zu werden, was mir anscheinend auch gelang, denn als wir irgendwann im Dunkel in einer langen Baustelle fuhren, wunderte sich Val warum die Autobahn vor uns nur so leer sei. Sind wir die einzigen gewesen die noch in Richtung Norden unterwegs waren? Ich warf daraufhin einen Blick in den Rückspiegel, sah eine riesige LKW-Schlange und grinste nur fies und meinte "Nö, die anderen sind alle hinter uns." Gegen 1 Uhr morgens machten wir dann eine etwas längere Pause in der ich versuchte etwas zu schlafen was aber nicht so ganz gelang. Beim anschließenden losfahren, welch große Katastrophe, gab mein Radio inklusiv CD-player einfach keinen Mucks mehr von sich. Was gibt es schlimmeres als Autofahren ohne Musik, es war die reinste Hölle. Na ja, der wunderbare Tagesanbruch mit seinen herrlich anzusehenden Nebelbänken hat doch für etwas Trost gesorgt. Irgendwann kam dann der nächst Schock. Warum kommt die von Ance genannte Autobahnausfahrt nicht? Bin dann erst mal wieder nach Gefühl gefahren bis es nicht mehr so richtig weiterging. Mit meinem Gefluche habe ich Val geweckt und nach einem gemeinsamen Blick auf die Karte haben wir verstellen müssen, das Ance und ich von zwei verschiedenen Autobahnen bei der Wegbeschreibung ausgegangen sind. Schlußendlich war ich bis dahin aber nicht falsch gewesen, welch ein Wunder, irgendwas konnte doch nicht richtig laufen. Langsam fing ich nur an mir Sorgen wegen des Benzinstandes zu machen, und weit und breit keine Tankstelle in sicht. Gegen ca 7.30 kamen wir dann endlich an dem kleinen Feldweg an der uns zu Ance führen sollte. Ich hab mit allem möglichen gerechnet, aber selbst die Bezeichnung Feldweg war meines Erachtens nach dafür noch arg übertrieben. Aber was sollte es Zähne zusammen (Augen durfte ich ja nicht schließen, was ich aber liebend gerne getan hätte) und durch. Als wir an die erwähnte Kreuzung kamen, entschieden wir uns für den "kürzern" Weg. Wir fuhren diesen merkwürdigen Weg entlang und kamen wieder an eine Art Kreuzung. Blick auf die Wegbeschreibung, Entscheidung nach links zu fahren und weiter ging es. Plötzlich viel uns ein Briefkasten mitten in der Landschaft auf. Sollte ich es geschafft haben ohne mich ein einziges mal zu verfahren, am Bestimmungsort anzukommen? Das wäre zu schön gewesen.

Es stellte sich leider heraus das wir wieder an Anfang des Weges waren *heul*.

Also gab es nur eines, ab unten am Ende des Weges halten und Ance anrufen und sie bitten uns bitte abzuholen. Gesagt getan kurz darauf kam sie uns entgegen gelaufen. Nach freudiger Begrüßung sind wir dann anschließend gegen 8 Uhr am Zielort angekommen. Erst einmal wurden alle Anwesenden kurz begrüßt. Nachdem wir dann das Pferd wohlbehalten auf der Koppel stehen hatten, konnten wir uns endlich zur Ruhe begeben.

Nach kurzem Schlaf und einer anschließend erfrischenden Dusche wurde erst mal was zu essen gemacht und dann gemütlich verspeist. Kurz mal zwischendurch den PC angeworfen, man musste ja wissen was so alles in den letzten Stunden passiert ist *g* . Danach wurde es sich dann draußen im Garten neben der Weide gemütlich gemacht, viel gequatscht und die beiden Pferde beobachtet.

Gegen Abend ging es dann mit dem Auto nach Wismar, um am Strand gemütlich zu Abend zu essen. Schade das es bewölkt war, aber wenigstens regnete es nicht. Anschließend machten wir noch einen Abstecher nach Schwerin. Dort gingen wir zum Schloß, wo wir erst noch ein wenig der Opernaufführung lauschten. Nachdem wir irgendwann wieder zurückgefahren waren, unterhielten wir uns noch bis mal wieder 5 Uhr morgens . Gegen 9 wurde ich schon wieder wach, versuchte aber noch weiter zu schlafen was irgendwie nicht gelang. Nachdem dann alle irgendwann auf waren, fing Val an essen zu machen, während ich schon mal den Anhänger grob saubermachte und noch mal versucht an meinem Radio rumzuspielen, um es wieder in Gange zu bekommen. Jepijahey , großer Jubel, es klappte . Nach dem Essen fingen wir an einige Dinge an der Weide noch zu verbessern. Und dann wurde es für mich auch schon langsam Zeit, mich Richtung Heimat aufzumachen. Gegen kurz nach fünf hab ich mich dann von Ance und Val verabschiedet. Traurig machte ich mich von dannen, aber es ist ja kein Abschied für immer gewesen, denn das nächste Treffen kommt ja bestimmt.

Ich hoffte noch mit dem Rest Benzin bis zur nächsten Tankstelle zu kommen, was auch gelang und dann ging es endgültig in Richtung Neumünster. Gegen 20.30 Uhr war ich dann wieder zu Hause.

Und wieder waren ein paar super Tage um, auch wenn es sehr anstrengend und eigentlich Wahnsinn war. Aber wer zu solch genialer Truppe gehört, macht so was halt.


CKomet

 
  GERMAN NOSGOTH CLAN œ